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Michel (Wilde Zeiten)

Chris Pohl (Blutengel)

Christian Polanc (Let's Dance)

Louis Manke (Staubkind)



Saltatio: Wie bist Du auf Deinen Bandnamen "Staubkind" gekommen?

Louis M.: Oh, das ist eine lange Geschichte, ich habe bis 2004 in Dresden gewohnt und habe dort auch Musik gemacht. Ich habe viele Freunde gehabt und bin dann wegen Terminal Choice in Berlin nach Berlin gezogen. Ich habe sehr viel zurückgelassen in Dresden und habe hier in Berlin dann Staubkind gegründet, habe einen neuen Anfang gemacht, habe einen neuen Schritt in meinem Leben gemacht und bin dann auf den Namen gekommen, weil ich einfach den Staub zurückgelassen habe in Dresden, die alten Erinnerungen und Freunde auch und in Berlin habe ich dann ein Kind geboren, also Staubkind.

Saltatio: Derzeit arbeitest Du ja auch an einem neuen Album, wann wird dies erscheinen?

Louis M.: Wann es erscheinen wird ist noch nicht ganz raus, weil ich den Arm gebrochen hatte. Dann haben wir einen neuen Plattenvertrag unterschrieben bei Out of Line, das wird noch eine Rolle spielen, dann haben wir die Möglichkeit in ein groß:es Studio zu gehen und das wird auch noch eine Rolle spielen bis zum Herbst. Also bis zum Herbst schaffen wir es nicht mehr, auch wegen meinem Arm.

Saltatio: Wolltest Du immer schon Musiker werden, oder wie kam es dazu?

Louis M.: Ich habe schon als Kind im Kirchenchor gesungen, ich habe dann dort aufgehört und eine Band gegründet. Das war schon immer mein Traum eigene Musik zu machen.

Saltatio: Was hörst Du privat gerne für eine Musikrichtung?

Louis M.: Oh, ich Höre schon in Richtung, was ich tue z.B. Zeraphine, ich höre aber auch gerne mal Christina Aguilera; Lady Gaga finde ich auch nicht schlecht, je nach Stimmung.

Saltatio: Neben Deinem eigenen Projekt Staubkind unterstützt Du ja auch andere Bands z.B. Terminal Choice. Wie kam es zu dieser intensiven Zusammenarbeit?

Louis M.: Chris (Anm. d. Redaktion: Blutengel, Terminal Choice) hat mich in Dresden quasi entdeckt im Studio. Ich hab da mit meiner eigenen Band, mit der ich in Dresden gespielt habe, ein Album aufgenommen im gleichen Studio wie Terminal Choice. Der Studiobesitzer hat mich angerufen und sagte: "Ich hab da ne Band, die heißt Terminal Choice und die suchen einen Gitarristen." Dann haben wir uns kennengelernt, ich bin in Berlin gewesen und habe dort auch Blutengel kennengelernt. Ich habe mir auch selber ein paar Sachen beigebracht, auch im Hintergrund zu sein und Dinge zu konstruieren. Ich wurde gefragt, ob ich das bei Blutengel einbringen kann und das mache ich sehr gerne, weil es mir unwahrscheinlich viel Spaß macht. So ist dann auch die gute Zusammenarbeit entstanden.

Saltatio: Du hattest mit Staubkind und Terminal Choice mittlerweile schon viele Auftritte. Ist da das Lampenfieber noch ein Thema für Dich?

Louis M.: Oh ja, kurz vor dem Auftritt habe ich immer ganz fies Lampenfieber, bis ich dann auf der Bühne bin und das wird sich wahrscheinlich auch nie ändern. Auch wenn es mittlerweile selbstverständlich ist, es ist immer noch da.

Saltatio: Nach Konzerten gibst Du Autogramme und bist ein Musiker zum Anfassen, ist Dir diese Fannähe sehr wichtig?

Louis M.: Ja, das ist mir sehr wichtig, aber - da bin ich ehrlich - so weit ich es händeln kann und von der Masse her bewältigen kann, also bei 500 Leuten jedem ein Autogramm zu geben , ist schwierig. Also ich gehe nach jedem Auftritt raus zum Merch-Stand um Autogramme geben zu können und ein Feedback zu bekommen. Manchmal hat man auch einen schlechten Tag auf der Bühne und dann ist es gut, wenn jemand sagt: "Heute hast Du schlecht gespielt." Das gehört auch dazu, das ist natürlich sehr wichtig und es ist schön, wenn man dann nochmal persönlich miteinander kommunizieren kann, z.B. "Hey, wie gehts Dir?" Wenn man dann die Zeit hat, dann zu sagen: "Mir gehts ganz gut, ich sitze hier mit meinem dritten Kaffee." Es gibt auch ein paar Fans, die ich mittlerweile sehr gut kenne.

Saltatio: Letzte Frage: Was möchtest Du Deinen Fans noch gerne sagen?

Louis M.: Was möchte ich meinen Fans noch gerne sagen? Immer wenn ich Konzerte gebe, bin ich überrascht, wie viele Leute da noch kommen. Dass die Leute trotzdem kommen und unsere Musik hören wollen. Die Fans sollen sich nicht abwenden, auch wenn die Band mal Entscheidungen trifft, die den Fans nicht so gefallen. Dass die Fans dann trotzdem folgen, dafür danke ich meinen Fans. Dass sie dann nicht wegen uns sondern wegen unserer Musik kommen.

Saltatio: Vielen Dank für das Interview.

Bericht: Sabrina S.
Fotos: Bernd S.