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Christian Polanc (Let's Dance)

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Nach dem zweiten Sieg bei Let's Dance (2007 mit Susan Sideropoulos und 2011 mit Maite Kelly) hatte das Saltatio-Magazin die Möglichkeit ein Telefoninterview mit Christian Polanc zu führen.

Saltatio: Du hast Deine Karriere 1995, also im Alter von 17, begonnen. Wie kam es damals dazu?

Christian Polanc.: Also ich habe angefangen zu tanzen, 1995 in der Tanzschule in Ingolstadt, weil meine Mutter mich mehr oder weniger dazu gezwungen hat. Ich wollte eigentlich überhaupt keinen Tanzkurs machen oder irgendwas mit Tanzen zu tun haben und meine Freunde/Clique hatten eben vor einen Tanzkurs zu machen und da hat meine Mutter eben gesagt, ich muss da auch mitmachen, hatte ich quasi keine andere Wahl

Saltatio: Bis vor kurzem warst Du auf RTL bei "Let's Dance" zu sehen und hast dort gemeinsam mit Maite Kelly gewonnen; Dein zweiter Sieg in dieser Sendung. Hattest Du davor schon gedacht oder damit gerechnet, dass ihr gewinnen würdet oder wie fühlte sich der Sieg für Dich an?

Christian Polanc: Wenn man natürlich im Finale steht ist der Sieg nicht überraschend, man rechnet natürlich nie damit aber überraschend ist es natürlich nicht, wenn man eines von zwei Paaren ist, das gewinnen will, dann ist man natürlich sehr froh und überglücklich, dass es so ist und ist gespannt, ob es gereicht hat aber es ist so, wenn man anfängt zu trainieren, merkt man schon hat derjenige Talent und ist er fleißig, was noch viel wichtiger ist wie Talent, will sie wirklich arbeiten, will sie was lernen und ich habe eigentlich bei Maite recht schnell gemerkt, dass sie a)talentiert ist aber auch wollte, fleißig und fokusiert an die Arbeit geht und da wirklich auch viel von sich auch investiert hat und das ist natürlich die beste Voraussetzung um rein theoretisch weit zu kommen aber nichts desto trotz spielt auch das Zuschauervotum eine große Rolle, von daher kann man sich da eigentlich nie sehr sicher sein, ich war mir sicher, dass wir das Tanzen gut hinbekommen würden aber wie weit wir es in der Sendung bringen, das ist schwer. Es war dann eher abzuschätzen, denk ich mal, in der Mitte der Staffel, so in der vierten, fünften Show, da habe ich mir schon gedacht, die Maite hat auf jeden Fall mit mir zusammen das Potenzial um da bis zum Finale zu gehen, ob es dann so kommt oder nicht, das kann man natürlich vorher trotzdem nicht sagen.

Saltatio: Bei "Let's Dance" musstest Du unterschiedliche Tanzstile präsentieren. Hast Du einen persönlichen Favoriten unter den Tanzstilen und wenn ja, warum dieser?

Christian Polanc Ich selber bin ja eigentlich professionell nur Lateintänzer, also Lateintänze und Salsa und Standard habe ich auch erst gelernt als ich das erste Mal Let's Dance 2007 gemacht habe. Da habe ich mich erst so richtig mit Standard beschäftigt oder angefangen zu beschäftigen, weil ich davor wie gesagt Turniertänzer war in Lateinamerikanischen Tänzen, ich habe das, was ich in Standard konnte nur in der Tanzschule gelernt und das ist natürlich ein ganz anderer Hintergrund, als wenn man das schon turniermäßig gemacht hat und sich damit beschäftigt hat. Also auf alle Fälle die Lateintänze.

Saltatio: Am 4.Juni hast Du beim ARD Sommerfest der Rekorde erneut mit Maite Kelly getanzt. Wie kam es dazu?

Christian Polanc: Eigentlich schon fast 3-4 Wochen vor dem Let's Dance - Finale. Da wurde Maite angefragt vom ARD ob sie nicht mit dem deutschen Fernsehballett tanzen möchte und gleichzeitig wurde ich eigentlich damit angefragt vom ARD ob ich das Training und ein Teil der Choreografie übernehmen könnte weil ich sie eben gut kenne, weil sie schon wussten, es ist auch nicht sehr viel Zeit, weil es jetzt natürlich unmittelbar nach dem Let's Dance Finale war und auch so nicht viele Trainingstermine einfach angesetzt sind für solche Shows, weil die vom Fernsehballett natürlich sehr routuniert sind und das schon seit Jahren machen und die natürlich auch in schneller Zeit eine Choreografie lernen können. Und dann habe ich halt meinen Teil choreografiert und mit Maite den Rest einstudiert und trainiert, sodass es auch gut rüberkommt in der Gruppe und in der Kürze der Zeit.

Saltatio: Gibt es im Bereich des Tanzens Ziele oder Wünsche, die Du erreichen möchtest?

Christian Polanc: Für mich persönlich jetzt? Also für mich persönlich: Ich hatte leider ein bisschen Pech mit Partnerinnen und hatte auch das Pech, dass meine langjährige Partnerin sich aus gesundheitlichen Gründen vom Turniersport zurückziehen musste und danach ist es einfach immer schwer, wenn man sich schon sehr viel aufgebaut hat, so flexibel zu sein und auch für die anderen Partnerinnen ist es nicht so einfach das logistisch zusammenzubringen. Das war eigentlich auch das Problem. Jetzt ist es so, ich würde gerne noch mal bei den Profis starten, ich würde auch sehr gerne vor allem im Kürbereich noch Turniere tanzen und würde mir da eben den ein oder anderen Meistertitel im Kürbereich gerne wünschen. Ob es so kommt oder nicht kommt, das wird man natürlich sehen aber das wäre so ein Ziel, das ich mir selber noch stecken möchte. Ich möchte da noch schöne Erfahrungen im Kürbereich sammeln.

Saltatio: Letzte Frage: Was würdest Du jungen Tänzerinnen und Tänzern, die das Tanzen zum Beruf machen wollen, mit auf den Weg geben?

Christian Polanc: Also ich denke, man sollte auch immer im Hinterkopf behalten, dass man mit Tanzen nicht so einfach und schnell Geld verdienen kann, wie mit manch anderen Dingen, wie Musik zum Beispiel, also Singen und so was. Es wird immer gerne verglichen, aber es ist nun mal nicht so und um mit dem Tanzen Geld zu verdienen muss man wirklich sehr gut sein und sie sollen auf alle Fälle etwas "Normales bzw. Vernünftiges/ Bodenständiges" nebenher lernen, sollen vielleicht versuchen ihr Studium abzuschließen oder einen Beruf abzuschließen, damit man da eine Sicherheit in der Hinterhand einfach hat um dann nicht irgendwie enttäuscht zu werden, also das ist ganz wichtig, das ist selbst bei vielen Fußballspielern und anderen Berufen, man muss da schauen, dass man langsam hineinwächst, weil es geht auch nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, wo man langsam größeres Ansehen bekommt, vielleicht auch über Turniererfolge, die Aufmerksamkeit der Leute auf sich lenken, die dann widerum Stunden oder Unterricht bei einem haben wollen. Aber es ist ganz wichtig, es dauert lange Zeit, bis man es sicher sagen kann, dass man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und deshalb würde ich jedem nur raten nebenbei was vernünftiges zu machen aber wer den Traum hat, der soll es auf alle Fälle versuchen und man muss dann auch all seine Energie hineinlegen um das zu ermöglichen. Dazu gehört viel Mut, viel Disziplin und viel Liebe zum Tanz. Wenn man das hat, dann kann man das auch schaffen.

Saltatio: Vielen Dank für das Interview.

Christian Polanc: Gerne

Bericht: Sabrina S.
Fotos: Andre Dahms